Das System Zi-Cut: Ziehend schneiden mit 40 % weniger Drehzahl?

Aktuell | Weniger Drehzahl, weniger Diesel besserer Schnitt. Das System Zi-Cut. Das System Zi-Cut: Ziehend schneiden mit 40 % weniger Drehzahl" Simplygenius stellt Zi-Cut vor: Ein Mähsystem, das Gras wie mit der Sense schneiden soll. Bis zu 40 % niedrigere Drehzahl sollen Diesel sparen und das Futter schonen.

Simplygenius ist ein Entwicklerteam aus Niedersachsen, das unter anderem durch den Maisvorsatz mit besonderer Querförderung im vergangenen Jahr bekannt geworden ist.

Das Team um Herrn Zimmermann hat jetzt seine neueste Idee präsentiert und die bisherige Arbeit von Mähwerken mit hohen Drehzahlen und bekannten Klingenformen hinterfragt. So ist das System Zi(eh)-Cut entstanden. Zi-Cut beschreibt das System ähnlich dem Sensenschnitt, Halmfutter ziehend zu schneiden. Damit soll das Gras laut Zimmermann weniger abgeschlagen, sondern vielmehr geschnitten werden. Zusätzlich soll der Schnitt mit diesen Klingen mit 40 % weniger Drehzahl im Vergleich zum bisherigen Scheibenmähwerk erfolgen. Das wiederum spart laut Zimmermann Kraft und damit Diesel.

Bisherige Mähtechnik

Die bisherige Mäh- bzw. Klingentechnik beschreibt Zimmermann wie folgt: Über hohe Fliehkraft werden Klingen in Position gehalten. Durch die Kraft beim Abschlagen der Halme dreht sich die Klinge etwas zurück. Geschnittenes Gras wird dadurch nach vorn geworfen und damit entgegen der gewünschten Förderrichtung geleitet. Durch Verkröpfen der Klingen werde dieses Phänomen behoben. Durch die schräge Fläche an der Verkröpfung werden die geschnittenen Pflanzen mechanisch und mittels eines Luftstromes angehoben und solange in der "Schwebe" gehalten, bis das Mähgut über die Mähteller rutscht, so Zimmermann.

Sichelförmige Zi-Cut Klinge

Das System der Zi-Cut Klinge nutzt laut Zimmermann die physikalischen Eigenschaften der Sichelform. Geschnittene Halme werden in Richtung der Drehachse gefördert, was der gewünschten Förderrichtung von vorn nach hinten entspricht. Der Schnitt erfolgt dabei mit bis zu 40 % weniger Drehzahl als bei bisherigen Mähtechniken. Die abgesenkte Drehzahl vermindert den Leistungsbedarf. Eine zusätzliche Erzeugung von Luftströmung entfällt. Die Förderwirkung wird durch die spezielle Mähscheibenform unterstützt. Mit dem sauberen Schnitt sei der Wiederaufwuchs der Pflanzen beschleunigt.

Die Klingen werden bei Zi-Cut an der unteren Seite der Mähscheibe mit einer Abstützung in Position gehalten, damit die Klinge bei geringerer Drehzahl und weniger Fliehkraft nicht nach hinten ausweichen kann.

Sollte ein Fremdkörper auf die Klinge treffen, schert diese Abstützung ab, damit die Klinge nicht beschädigt wird. Die Messersicherungen sind je Mähscheibe gekoppelt, sodass beide Klingen je Mähscheibe bei Fremdkörperkontakt gesichert sein sollen.

40 % weniger Drehzahl

Zimmermann arbeitet seit mehr als einem Jahr an dieser Entwicklung. In einem Video sollen die Vorteile des Systems ersichtlich werden. So habe man Ackergras mit 12 km/h und 40 % weniger Drehzahl zuverlässig mähen und in eine Schwad legen können.

Die Klingen und Mähscheiben seien in gängigen Mähbalken integrierbar.

Das Prinzip des Zi-Cut ist durch mehrere Patente geschützt. Aktuell sucht Simplygenius Partner für die Markteinführung dieses Systems.

Das System Zi-Cut: Ziehend schneiden mit 40 % weniger Drehzahl?

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