Komfortabler beregnen

Aktuell | Komfortabler beregnen Komfortabler beregnen Auf der Agritechnica 2025 gab es verschiedene Neuheiten im Bereich der mobilen Beregnungstechnik zu sichten. Alle Lösungen zielen auf eine verbesserte Arbeitszeit- und Wassereffizient ab. Hier eine Vorstellung von drei interessanten Konzepten.

Elektrifizierter Selbstfahrer von WekoWater

Die Firma WekoWater, Teil der WekoAgro-Gruppe aus Dänemark, stellte auf der Agritechnica eine neue selbstfahrende Trommelberegnung auf Rädern vor: Die WTR 110/800 mit 110 mm Schlauchdurchmesser und 800 m Länge. Über einen Bypass im Wasserstrom mit integrierter Lichtmaschine erzeugt die Maschine elektrischen Strom, worüber ein Akkusystem aufgeladen wird. Mit dieser elektrischen Energie steuert die Maschine auf Wunsch einen 10-kW-Fahr- und einen 1-kW-Trommelantrieb, um die Maschine sowohl vorwärts als auch rückwärts zu manövrieren. Entsprechend soll sich die Maschine mit Hilfe einer eigens entwickelten Software und darin hinterlegten, GPS-gestützten Beregnungsspuren autonom von einer Beregnungsgasse in die nächste umsetzen können. Der Hersteller verfolgt hiermit das Ziel, komplette Flächen nach dem Anklemmen an einen Beregnungshydranten ohne erneutes Ausziehen per Traktor beregnen zu können. Die Maschine wird auch in der Lage sein, sowohl beim selbstständigen Ausziehen als auch beim Aufrollen zu bewässern, um die Wasserverteilung und -infiltration zu verbessern.

Wahlweise ist die Maschine mit einer Regnerkanone von Nelson oder künftig auch mit einem noch in der Entwicklung befindlichen Gestänge mit bis zu 54 m Breite zu bekommen. Mit zusätzlichen Randregnern sind hiermit Arbeitsbreiten bis 72 m möglich.

Beinlich RainRover

Mit einer selbstfahrenden Beregnungsmaschine auf Raupenlaufwerken zeigte Beinlich einen Prototyp namens RainRover. Kombiniert mit einem Düsengestänge (30 bis 72 m) fährt die Maschine aus einer Vorgewendefahrgasse heraus GPS-gestützt verschiedene Fahrgassen nacheinander ab. Dem System folgend beregnet die Maschine je nach Wunsch zunächst die Hälfte der Beregnungsmenge bei der Hinfahrt und die zweite Hälfte auf der Rücktour. Die geringeren Mengen sollen die Infiltration und Wasseraufnahme und -effizienz begünstigen. Den Schlauch legt die Maschine seitlich, zugfrei in der Fahrspur ab. Die Energieversorgung, zum Beispiel zum Antrieb der hydraulischen Laufwerke, erfolgt über einen aufgebauten Verbrennungsmotor. Für den Straßentransport soll es eine Unterfahr-Lafette mit Liftachse geben. Hiermit seien Transporthöhen von 4 m und -breiten bis 3,30 möglich. Rohrlängen sind je nach Modell mit 120 bis 520 m oder 110 bis 700 m geplant.

RainRover nennt Beinlich die neue Modellreihe, bei der sich eine Beregnungstrommel auf Raufenfahrwerken über den Acker bewegt. (Bildquelle: Schulz)

Rainbutler von rain2soil

Das Startup rain2soil präsentierte auf der Agritechnica als Esszenz wissenschaftlicher Erkenntnisse die selbstfahrende Beregnungsmaschine Rainbutler. Anders als bei anderen Systemen rotiert hierbei ein aufgebautes Düsengestänge über die Trommel hinweg mit einer Umdrehung pro Minute. Durch die Kombination der genutzten Düsen (1 bar Arbeitsdruck) und der rotierenden Bauart soll die Wasserabgabe besonders sanft und effizient sein. Vorteile spiele das System selbst bei starkem Wind aus, da die Wasserverteilung selbst hierbei besonders gleichmäßig sei. Zum Beregnen nutzt der Hersteller die üblichen Spritzspuren und fährt diese systembedingt aus der Mitte heraus GPS-gestützt an. Als Arbeitsbreiten sind 27 bis 42 m möglich. Pro Aufstellung erreicht das System, das aktuell auf einem 75 mm Schlauch und 300 m Länge basiert, laut Herstellerangabe bis zu 70 ha autonom.

Beim rainbutler rotiert das ausgeklappte Gestänge im Feldbetrieb über die Trommel hinweg. (Bildquelle: Schulz)

Komfortabler beregnen

Mittwoch, 26. November 2025

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